Ghost: Das bessere WordPress

Warum du von WordPress zu Ghost wechseln solltest, erklĂ€re ich dir in diesem Artikel đŸ› ïž

Ghost: Das bessere WordPress
Photo by Glenn Carstens-Peters / Unsplash

Seit einiger Zeit blogge ich ja hin und wieder ĂŒber technisches Zeug und allem, was mich irgendwie beschĂ€ftigt, aber meistens ĂŒber Tech-Stuff. Als ich 2018 damit angefangen habe, gab es eigentlich nur einen Big-Player bei Blog-Software: WordPress.

Hate it or love it 💘

Es war eine Hassliebe, zugegebenermaßen. Wordpress an sich war gut, ist es auch vielleicht immer noch, aber um dort alleine nur eine gute SEO (search engine optimization) zu machen, braucht man schon gefĂŒhlt drölfzig Addons, wovon dreiviertel zu bezahlen sind. Das ist blöd und das ist fĂŒr eine Hobby-Blogger wie mich, auch nicht zu machen. Klar, es nimmt einem Zeit ab. Aber im Endeffekt tauscht man da auch nur Geld gegen Zeit.

Was mich aber am meisten an WordPress störte ist, dass es einfach ultimativ bloated ist. Wenn man dann noch ein paar Addons installiert hatte, dann sag die OberflĂ€che dann mal gut und gerne so aus, als wĂ€re die von einem DreijĂ€hrigen in einer Nacht zusammen gestĂŒmpert. Es hat sich einfach nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ angefĂŒhlt und die kognitive Last, einen einfachen Artikel zu schreiben, war teils so immens hoch, dass ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte. Mal von den ganzen SicherheitslĂŒcken nicht zu sprechen.

Irgend wann bin ich dann auf Ghost gestoßen - viel mehr drauf gestoßen worden.

It's so spooky đŸ‘»

Ghost ist eigentlich genau das, was ich als Entwickler haben möchte. Ein System, was erstmal, im Vergleich zur Konkurrenz, wenig kann, aber auf dem zweiten Blick genau das die StĂ€rke ist. Zudem ist es super anpassbar, was fĂŒr mich natĂŒrlich ein Trumpf ist.


Die Überfrachtung von WordPress gewohnt, ist die Übersichtlichkeit von Ghost schon wirklich (positiv) spooky. đŸ‘»

Die Installation 👹‍🔧

Ghost kannst du recht easy und mit modernen Mitteln selbst hosten ĂŒber Docker. Hier gibt es auch fertige Stacks und Compose files, die man verwenden kann. Ich glaube auch, dass Unraid sogar ein App-Template dafĂŒr hat.

Du kannst Ghost aber auch auf einem beliebigen Server ausfĂŒhren, der die AusfĂŒhrung von NodeJS unterstĂŒtzt.

How to install Ghost, the official guide
Everything you need to know about working with the Ghost professional publishing platform.

Falls du einen kleinen aber feinen Hoster suchst, der NodeJS unterstĂŒtzt, kann ich ruhigem Gewissens uberspace empfehlen. Die kosten nicht viel, sind sehr flexibel, haben eine sehr gute Doku und sind dadurch auch unschlagbar gut 👇

Uberspace - Hosting on Asteroids
Uberspace.de ist deine Plattform fĂŒr den Betrieb von Websites und Mail. Wir bieten ungewöhnlich viele Möglichkeiten, engagierte UnterstĂŒtzung durch erfahrene Linux-Admins - und du suchst dir selbst aus, wieviel du dafĂŒr zahlst.

Ghost kann alles was man braucht

All das, was man als Blogger braucht, kann Ghost aber und das sogar sehr gut. Man kann damit Mails/Newsletter versenden, Artikel und Pages schreiben und auch Content auf zahlende Benutzer limitieren. Selbst Produkte kann man damit vertreiben - out-of-the-box. Und das Beste: Die Zahlungen kommen zu 100% bei dir an und versacken nicht in irgendwelche ominösen Splits (höchstens beim Zahlungsdienstleister ggf.). Ach ja und OpenSource ist es auch noch.

Benutzer-OberflĂ€che đŸ—ș

Die OberflĂ€che des Blogs selbst, lĂ€sst sich ĂŒber Themes fast frei anpassen. Im Standard werden einige schöne Themes bereitgestellt, die fast keine WĂŒnsche offen lassen. Ghost ist aber keine reine Blog-Software, es ist eigentlich ein CMS (Content Management System) und bietet viele Dinge, die man auch fĂŒr eine eigene Portfolio-, Projekt- oder Unternehmenswebsite nutzen könnte.

Im Standard ist das Thema "Casper" vorinstalliert und ist schon out-of-the-box gut zu nutzen. Ich selbst nutze es auch (mit ein paar kleinere Anpassungen):

Prinzipiell könntest du Ghost auch "headless" betreiben und das Frontend gar nicht nutzen und lediglich deine eigene Seite an die API von Ghost anbinden - alles gar kein Problem. 🎉

Die Admin-OberflĂ€che đŸ›Łïž

Die OberflÀche ist tatsÀchlich, im direkten Vergleich zu WordPress, sehr aufgerÀumt, locker gestaltet und ansprechend:

Was will man mehr?

Editor 🧑‍🎹

Auch das Schreiben eines Artikels/einer Seite ist sehr gut durchdacht und geht super locker von der Hand.

Du kannst nÀmlich nicht nur Artikel erstellen, sondern auch statische Seiten, wo du z.B. dein Team vorstellst oder ein Impressum integriert hast.

FĂŒr viele Dinge bietet Ghost schon fertige Sachen an:

All diese Cards machen die Erstellung von Artikeln ansprechender und gestalterisch lÀsst dies viel FlexibilitÀt offen, so dass die Artikel auch genau so werden, wie du sie haben möchtest.

Editor cards
Jump to a card * Images * Markdown * HTML * Gallery * Divider * Bookmark * Email content * Email call to action * Public preview * Button * Callout * GIF * Toggle * Audio * Video * File * Product * Header * Embeds * Signup Card The Ghost editor includes rich media objects calle


ZusÀtzlich dazu kannst du auch eigene Snippets erstellen, wenn du wiederkehrende Elemente in Artikel haben möchtest.

Einstellungen der Artikel/Seiten

Jeder Artikel und Seite haben Einstellungen, die auch generelle Seiten-Einstellungen ĂŒberschreiben können. So kannst du eine eigene URL definieren, Tags vergeben, das Veröffentlichungsdatum, den Zugriff und Autoren festlegen:

Beim Veröffentlichen kannst du dann auch noch entscheiden, ob du den Artikel/die Seite einfach veröffentlichen, per Mail versenden oder beides möchtest. Du kannst die EmpfÀnger auswÀhlen (oder bestehende Member-Listen/Newsletter verwenden) und die Veröffentlichung planen:

Die Einstellungen

Einstellungsseiten tendieren immer schnell dazu, der MĂŒlleimer eines Systems zu sein, dem recht wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Bei Ghost ist das aber anders. Auch hier wirkt der Eindruck stimmig und nicht ĂŒberladen:

Kleines Kontra: Die EinstellungsoberflÀche gibt's nur auf englisch. Aber geschenkt, das stört mich nicht wirklich. Es ist aber auch kein super technisches Englisch, sondern gut verstÀndliches.

Aber es sieht nicht nur schön aus, man kann auch sehr viel einstellen. Das fĂ€ngt bei den grundlegenden Einstellungen an und hört bei fancy Code-Injections und Integrationen ĂŒber WebHooks auf.

Anpassbarkeit đŸ› ïž

Ghost lĂ€sst sich, sofern die Einstellungen nicht ausreichen, mannigfaltig erweitern. Man kann schnell und gut, mittels Templates, eigene Themes erstellen (sofern man HTML/CSS/Handlebars) kann. Auch kann man viele Dinge ĂŒber WebHooks automatisieren und z.B. durch Automatisierungs-Software weiter verarbeiten.


Ich selber nutze die WebHooks von Ghost um automatisiert Bilder mit dem Titel des Artikels, mit Hilfe von n8n, zu erzeugen. Wenn du nicht weißt was n8n ist und wissen möchtest, welches Potenzial es fĂŒr dich bringen könnte, dann schau einfach mal in meinen Artikel ĂŒber n8n rein 👇

n8n Unleashed: Ultimative Workflow-Automatisierung
Langweilige und wiederkehrende Prozesse schnell und einfach automatisieren

Und wenn man ganz hart drauf ist, und alle Stricke reißen, kann man immer noch am Core von Ghost selbst programmieren, da Ghost selbst OpenSource ist und alle Sourcen auf GitHub zu finden sind.

GitHub - TryGhost/Ghost: Independent technology for modern publishing, memberships, subscriptions and newsletters.
Independent technology for modern publishing, memberships, subscriptions and newsletters. - GitHub - TryGhost/Ghost: Independent technology for modern publishing, memberships, subscriptions and new


Sollte dir Ghost gefallen und du setzt aktuell WordPress ein, kann ich dir meinen Artikel ĂŒber die Migration von WordPress zu Ghost wĂ€rmstens ans Herz legen 👇

Wordpress zu Ghost Migration
Mein alter Blog kam schon etwas in die Jahre und die Technik dahinter (Wordpress) gefiel mir schon lange nicht mehr. Daher habe ich nun die Migration von Wordpress zu Ghost durchgefĂŒhrt. Willkommen auf meinem persönlichen Blog! | byte-style.deWenn du dich fĂŒr IT-Kram, Nerd-Stuff und allgemein fĂŒr T